Lieber Monty,

wir haben eine Zeit lang gemeinsam verbracht. Ich habe sehr viel von dir gelernt, viel über dich erfahren – und dabei auch sehr viel über mich selbst gelernt. Durch diese Zeit bin ich enorm gewachsen.

Ich kann kaum beschreiben, wie emotional es ist, diesen Brief an dich zu schreiben, weil du nicht mehr unter uns bist. Aber du hattest ein großes und erfülltes Leben. Du hast diese Welt verändert und sie für Menschen und Pferde zu einer besseren gemacht. Es ist kaum zu ermessen, wie viele Menschen du geprägt hast.

Ich möchte dir auf diesem Weg noch einmal ganz persönlich danken.

Als ich in Kalifornien war, hast du einmal zu mir gesagt: Wenn ich mit dem Schneiden aufhöre und mich ganz den Pferden widme, würde ich mein größtes Talent wegwerfen.

Danach hast du beobachtet, wie ich an den Pferden und mit ihnen gewachsen bin. Erst mit meiner buckelnden Bonnie, dann mit meinem kleinen – eigentlich viel zu kleinen – Quarter-Horse-Hengst. Du hast gesehen, welche Erfolge mein Hengst hatte und welche Erfolge ich mit den Pferden erreichen konnte.

Irgendwann hast du deine damalige Meinung revidiert. Und schließlich bist du sogar zu meiner Hoferöffnung gekommen.

Das war etwas ganz Besonderes für mich.

Heute kehre ich zu meinem früheren Beruf zurück – aber nicht so, wie er einmal war. Die Welt des Films hat sich veränderted, und ich habe mich ebenfalls verändert. Alles, was ich in der Zwischenzeit durch dich und die Pferde gelernt habe, nehme ich mit.

Vielleicht könntest du dir kaum vorstellen, was inzwischen möglich ist. Ich könnte heute sogar einen Avatar von dir erschaffen und auf eine ganz neue Weise weiter mit dir arbeiten.

Aber eigentlich brauche ich das gar nicht, um zu wissen, dass du noch da bist.

Ich glaube, du schaust mir über die Schulter. Und wahrscheinlich wirst du mir auch weiterhin insgeheim den einen oder anderen Tipp geben.

Ich danke dir von Herzen.

Stephanie

"Violence is never the answer" - Monty  Roberts

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